Wir forcieren und initiieren bewusst eine städtische Nachverdichtung, welche den Bau und Betrieb der Wohnarchitektur mit Standortfaktoren wie Urbanität und Mobilität zusammen betrachtet. Dies intensiviert die Nutzung vorhandener, ausreichend leistungsfähiger Infrastruktur und stärkt das soziale Gefüge in der Stadt, gerade auch in eher strukturschwachen, innerstädtischen Gegenden. Im Zentralräumen wie Graz oder Wien bestehen dazu beste Voraussetzungen: Es gibt einerseits eine dicht bebaute, städtische Kernzone mit allen urbanen Ausstattungen und Infrastrukturen und andererseits genug Heterogenität durch Lücken, Höhensprünge oder Leerstellen, also "Nischen", welche bauliche Ergänzungen in dieser Zone zulassen. Last but not least ist eine "urbane Renaissance" eingetreten, sodass nach 30-jähriger Suburbanisierung wiederum ein spürbarer und kontinuierlicher Bevölkerungszuwachs in den Städten verzeichnet wird.

Siedlungsformen geringer Dichte wie Ein- und Mehrfamilienhäuser hingegen können die negativen Folgen der Zersiedelungen der Landschaft, des Verkehrs bis zu den Kosten der Infrastruktur trotz Passivhausbauweise nicht kompensieren, setzt man ehrliche Kostenwahrheit samt Infrastruktur und Landschaftsverbrauch an. Ähnliches gilt für die "sozialen und kulturellen Infrastrukturen", welche in der Stadt schon vorhanden sind.

Die Stadt ist unsere Passion.